Schule

Über die Anfänge der Roseler Schule und Lehrer im Ort klicken Sie auf den (Link Geschichte)nachher unter Roslen mitten in Siebenbürgen.

Wenn der zitierte Satz von Friedrich Teutsch  stimmt, um 1500 hätten „wohl fast alle unsere Gemeinden ihre Schule gehabt“, so könnte es in der Zeit auch in Roseln schon die Schule gegeben haben. Ein Hinweis dafür, daß die 1488 erwähnte Schule schon viel früher bestand, ist die Nachricht des Laurentius de Valle Rosarum, der aus Roseln stammte und wohl hier die Grundlage seiner Bildung erhielt, im Jahr 1474 an der Dominikaner Hochschule in Neapel als Lehrer wirkte, 1475 den Magistertirel erwarb und 1476 Prior des Bistritzer Klosters wurde.

Zwei weitere Jünglinge aus der Gemeinde, und zwar Sigmund von Rosentall und Gaspar von Rosentall, zogen nach Hermannstadt um das Schuster Handwerk zu erlernen. Sie sind im Register der Hermannstädter Johannis Bruderschaft der Schustergesellen im Jahre 1484 eingetragen.

 Die Idee einer allgemeinen Volksbildung und die Vorstellung von einer Art Schulpflicht, brachte der Reformator Martin Luther ins Spiel.

Luthers Vorstellung über Erziehung und Unterricht wurde in der Folgezeit für die Gestaltung des Schulwesens auch bei den Siebernbürger -Sachsen, zukunftsweisend. Die Auffassung Luthers über eine Schule für alle, griff der siebenbürgische Reformator, Humanist  und Schulmann Johannes Honterus auf, und wandte sie auf die konkrete Gegebenheit der Siebenbürger Sachsen an. Er forderte in der 1547 verfaßten „Kirchenordnung aller Deutschen in Sybenbürgen“, daß die Lehrer mit einer Besoldung versorgt werden, das kein Knab seines armutes  halben von der Schul ausgeschlossen werde. Die Schule stand unter der Leitung und Aufsicht des jeweiligen Ortspfarrers, der Lehrer war eigentlich Hilfsgeistlicher, wurde jedoch von der Gemeinde angestellt und bezahlt. Die Schule kam, nach dem Österreichisch-ungarischen  Ausgleich von 1868, als Siebenbürgen in die ungarische Hälfte der Donaumonarchie eingegliedert worden war. Das die Schule auch nach 1868 in der Obhut der Kirche verblieb, war eine kluge Entscheidung mit weit reichenden Folgen. Die Schule konnte dadurch den gänzlichen Zugriff des ungarischen Staates, dessen erklärtes Ziel es war, die mitwollenden Nationalitäten zu assimilieren, entzogen werden, und so ihren evangelischen und deutsch-sächsischen Charakter erhalten.

Auf dieser Grundlage konnte der Fortbestand der deutschen Schule auch nach der Angliederung Siebenbürgens an Rumänien im Jahr 1918 gesichert werden. Entscheidende  Veränderungen brachten die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg . Durch die Schulreform von 1948 wurden die deutschen Schulen in Siebenbürgen von der evangelischen Kirche getrennt und vom rumänischen kommunistischen Staat übernommen. Wie paradox es auch klingen mag, haben die Siebenbürger Sachsen das deutsche Schulwesen in Siebenbürgen vor seinem Untergang gerettet.

Aber trotz ideologischen Drucks und zunehmender Einschränkungen und Schikanen – vor allem zur zeit des rumänischen Diktators Ceauşescu in den 70-er und 80-er Jahren, konnte weiterhin in deutscher Sprache unterrichtet werden, so das die Siebenbürger Sachsen die nationale Identität nicht aufgeben mußten, bevor sie ihre Heimat verließen und in die Bundesrepublik Deutschland auswanderten. Daß die Kenntnis der deutschen Sprache die Integration der Auswanderer in die Bundes deutsche Gesellschaft wesentlich erleichtert hat.

Zurück  zum Jahr 1868 wurde Siebenbürgen, teil des ungarischen Königreiches, und die ungarische Sprache wurde zur Staatssprache erklärt. Die Magyarisirungs  Bestrebungen des ungarischen Staates liefen darauf hinaus, die anderen Nationalitäten zu assimilieren. Ab 1879 wurden ungarische Sprachkurse für ältere Lehrer angeordnet. Nach dem Anschluß siebenbürges an Rumänien 1918 wurde die Einführung des Rumänisch Unterrichts für viele Lehrer, die nicht genügend rumänisch konnten, zu einem Problem. So mußten alle sächsischen Lehrer, in den Schulferien  rumänische Sprachkurse besuchen.

In Roseln gab es eine Schule für die Deutschen und eine für die Rumäner. Die deutsche Schule wurde im Jahr  ? renoviert und vergrößert. Später wurde in die Ortsmitte eine größere Volksschule gebaut, für deutsche und rumänische Kinder.

Lehrer, die vor dem zweiten Weltkrieg  und bis zur rumänischen Schulreform von 1948 in Roseln Deutsch unterrichteten waren:

Rektor Pauer ?

 Martin Lautner,

 Heinrich Lang,

 Maria Glätzer

 Martin Ehrmann,

Lehrer, die nach der Schulreform 1948 unterrichteten waren:

 Martin Reiner

Erna Bardt

Gertrud Raupenstrauch,

 Luise Zimmermann,

Katharina Mansch  1954

Marlene Hager, (Laurenzi) 1959 – 1963

Christa Wagner, (Andree)  1960 – 1962

 Ortrud Lautner,  1960-1980 ( Trudi )

Gertrud Mild,    1963 - 1965

 Anemarie Frank. 1961-

 1965 wurde die zweite Stufe eingeführt, die bis zur 10-ten Klasse ging.

Folgende Lehrer unterrichteten:

Anemarie Frank,

Anna Arzt, 1967 – 1975

 Astrid Kraus, 1968

Dieter Breisch,

 Renate Klockner

 Susanne Schneider

 Erika Paulus,  

  Karl Barth,

 Monika Hoffmann,

Nikolaus Hoffmann,

 Gisela Lukas,

 Regina Rau,

 Erhard Gross, 1968 - 1970

Werner Geisel, u.a.

 1975 war das letzte Schuljahr der Oberstufe, danach gab es in Roseln nur noch die Grundschule.